Fleisch mit dem AMA-Biosiegel

BIO-Fleisch aus Österreich

 

Biologische Landwirtschaft in Zahlen

Rund 21.000 Betriebe - knapp 16 Prozent aller österreichischen Landwirte -  sind in Österreich nach den EU-Bio-Verordnungen zertifiziert und bewirtschaften rund 20 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche Österreichs.

Weltweit werden mehr als 37 Millionen Hektar nach biologischen Grundsätzen bewirtschaftet, ein Drittel davon in Europa.

 

Fleisch aus biologischer Produktion

Alle gängigen Fleischarten sind mittlerweile aus biologischer Produktion erhältlich. Immer öfter werden  Raritäten und Fleisch von Tieren althergebrachter, standortangepasster Rassen angeboten. Auf Abwechslung muss somit nicht verzichtet werden. Die artgerechte Tierhaltung ist in der biologischen Landwirtschaft ein wichtiges Thema.

 

Qualität und Geschmack von Bio-Fleisch

Gentechnikfreiheit bei Bio

In der biologischen Landwirtschaft ist der Einsatz von Gentechnik bzw. gentechnisch veränderter Organismen (GVO) verboten. Das ist in der EU-Bio-Verordnung klar geregelt. Gentechnik betrifft im Fleischbereich nicht die Tiere selbst – häufig aber deren Futtermittel.

Futter aus eigenem Anbau

Maßgeblich auf die Qualität und den Geschmack des Fleisches wirkt sich die Fütterung aus, die ausschließlich biologisch und gentechnikfrei sein muss. Die biologische Landwirtschaft arbeitet nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft, wonach Futtermittel so weit wie möglich aus eigener Produktion stammen sollen. Diese Philosophie hat mehrere Vorteile: Das Futter stammt vom eigenen Hof und verursacht keine langen Transportwege.

Längere Mastdauer für intensiveren Geschmack:

Bio-Masttiere haben länger Zeit, ihr Schlachtgewicht zu erreichen und es steht nach der EU-Bio-Verordnung ein verpflichtender Auslauf zur Verfügung. Dadurch wird ein intensiverer Geschmack vom Frischfleisch erreicht.

 

Kriterien beim AMA-Biosiegel

  • Einhaltung des Österreichischen Lebensmittelbuchs
  • Prüfung der Guten Herstellungs- bzw. Hygienepraxis am Schlacht- und Zerlegebetrieb
  • Zusätzliche Kontrolle des Tierschutzes und des Tierwohls am Schlachtbetrieb (z.B. Wasserversorgung, ordnungsgemäße Betäubung)
  • Fleischreifung von Bio-Rindfleisch mindestens 9 Tage
  • Ausschließlich Handelsklasse „A“ bei Bio-Geflügelfleisch
  • Zusätzliche Absicherung der Herkunft von Bio-Rindfleisch durch das „bos“-Rindfleischkennzeichnungssystem oder einem anderen anerkannten System
  • Zusätzliche Absicherung der Herkunft von Bio-Schweinefleisch durch das „sus“-Schweinfleischkennzeichnungssystem oder einem anderen anerkannten System

Strenge Kontrollen garantieren hohe Produktqualität

Die Produktion von Bio-Fleisch wird streng kontrolliert. Dafür sorgen die EU-Verordnungen 834/2007 und 889/2008 über den ökologischen Landbau, wonach alle Bio-Betriebe mindestens einmal im Jahr von unabhängigen, staatlich anerkannten Kontrollstellen überprüft werden. Aufbauend garantiert die AMA-Biosiegel-Richtlinie zusätzlich die hohe Produktqualität eines Bio-Lebensmittels. Die Konsumenten können somit auf eine behördlich genehmigte, zuverlässige Orientierung beim Einkauf vertrauen.

 

Kennzeichnung von Bio-Lebensmitteln

EU-Biologo

Das gemeinschaftliche EU-Biologo

 

Das EU-Biologo kennzeichnet verpflichtend alle vorverpackten Bio-Lebensmittel, die nach den EU-Bio-Verordnungen in der EU hergestellt wurden. Derart gekennzeichnete Lebensmittel müssen mindestens zu 95 Prozent aus biologischen Zutaten bestehen. Der Ort der Erzeugung der landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe muss beim EU-Biologo ebenfalls angegeben werden (z.B. EU-Landwirtschaft, Nicht-EU-Landwirtschaft). Zusätzlich muss auch die Codenummer der Bio-Kontrollstelle angeführt sein, welche für die Kontrolle des Unternehmens zuständig ist, das die letzte Be- und Verarbeitung vorgenommen hat. Wo die Be- und Verarbeitung des Bio-Lebensmittels erfolgte, geht aus diesem Zeichen nicht hervor.

AMA-Biosiegel

Das Zeichen für mehr Bio und mehr Qualität

 

Das AMA-Biosiegel steht für 100 Prozent biologische Zutaten und absolute Transparenz bei der Herkunft. Die Farben rot-weiß bedeuten beispielsweise, dass die wertbestimmenden Rohstoffe aus Österreich stammen. So muss ein Stück Bio-Beiried von einem Bio-Rind oder Bio-Schweine-Faschiertes von einem Bio-Schwein stammen, dass in Österreich geboren, aufgewachsen, geschlachtet und zerlegt wurde.

Bei der Wurstverarbeitung können ausnahmsweise bestimmte pflanzliche Zutaten eingesetzt werden, die in Österreich nicht vorhanden sind (z.B. Pfeffer in der Pfeffersalami).

Die AMA-Biosiegel-Richtlinie sieht wesentliche Maßnahmen zur Verbesserung der Produktqualität vor: Dazu gehören der Fokus auf der „Guten Herstellungspraxis" und auf ein HACCP-System, das die Hygiene in den Betrieben in den Mittelpunkt stellt. Ebenfalls verankert wurde ein Kriterienkatalog, bei dem eine Reihe wesentlicher Qualitätsfaktoren im Labor konsequent unter die Lupe genommen wird, z. B. produktspezifische chemische, mikrobiologische und sensorische Kriterien.


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