Schlachtbetrieb

Landwirtschaftlicher Betrieb
Zerlegebetrieb
Lebensmittel-Einzelhandel

 

 Anforderungen

 Kontrollen

Ordnungsgemäßer Tiertransport; dem Tiertransportgesetz muss entsprochen werden.

Besichtigung; Umgang des Personals mit den Tieren.

AMA-Gütesiegeltauglichkeit der Schlachttiere muss gewährleistet sein (ordnungsgemäße Tierkennzeichnung, vollständige Begleitdokumente).

Überprüfung von Ohrmarken, Tätowierungen und Begleitdokumenten (Lieferscheine).

Identitätssicherung im Schlachtbetrieb - die Schlachtkörper müssen fortlaufend nummeriert werden. Bei Rindern wird die Ohrmarke bis zur Klassifizierung und Etikettierung mitgeführt.

Überprüfung des Klassifizierungsprotokolles und der Schlachtkörperhälften, Besichtigungen 

Keine Rückstände in Nieren, Muskelfleisch und Harnblase von verbotenen Wachstumsförderern etc.

Hemmstoffuntersuchung mittels Hochdruckflüssigchromatographie (HPLC-APCI-MS) .

Ordnungsgemäße Betäubung, Tötung, Ausblutung.
 

Kontrolle von Geräten und Anlagen, sowie Kontrolle des Betäubungserfolges.

Gereinigte und desinfizierte Oberflächen: Max 10 Kolonie bildende Einheiten pro cm2.

Probennahme: Entnahme der Proben durch unabhängigen Probennehmer.

Keimzahl an der  Schlachtkörperoberfläche am Ende des Schlachtbandes: Bei Rindern und Kälbern darf die Gesamtkeimzahl 3,5 log (1,5 log Enterobakterien), und bei Schweinen 4,0 log (2,0 log Enterobakterien) nicht überschreiten.

Bakteriologische Untersuchung;
Bestimmung der Gesamtkeimzahl, Enterobakterien und Salmonellen.

Kühlraumausstattung - Temperaturschreiber, ausreichende Kühlkapazitäten.

Besichtigung

Altersobergrenzen: Stiere müssen jünger als 19 Monate, Kalbinnen jünger als 24 Monate, Ochsen jünger als 30 Monate und Kälber jünger als 6 bzw 7 Monate sein.

Überprüfung der Dokumente und strichprobenweise in der zentralen Rinderdatenbank.

Rind: EUROP-Handelsklassen E bis R
EUROP-Klassifizierung: 
Fleischigkeitsklasse E bis R 
Fettgewebeklasse 2 bis 4
Schwein: SEUROP-Handelsklassen S und E (mind. 57% MFA)
Kalb: Ausschluss von hellen bzw. zu dunklen Schlachtkörpern. Die EUROP Klassifizierung ist freiwillig.

Überwachung von Klassifizierung und damit verbundener Kennzeichnung sowie Protokollierung.

Gewichtsgrenzen - bei Stieren sind das mind. 335 kg (Handelsklasse R), max. 460 kg. Bei Kalbinnen max. 360 kg, Schweine 80 bis 102 kg.

Vergleich der Aufzeichnungen, Nachwiegung bei Verdacht.

Kerntemperatur: max. +7°C spätestens nach 48 Stunden p.m.  (Rind), bzw. nach 24 Stunden p.m. (Schwein).

Messung der Schale.

pH1-Wert:  Mind. 6,1 nach der Tötung, zur Erkennung von PSE bei Schweinen, 
pH2-Wert: Max. 5,8 spätestens nach 24 Stunden p.m. (Schweine) bzw. 36 Stunden p.m. (Rinder), zur Erkennung von DFD.

Messung im "musculus longissimus dorsi" bzw. in der Schnittfläche des Rückenmuskels.

Kennzeichnung - sowohl die vorläufige (Schlachthälften), als auch die endgültige Kennzeichnung mit dem AMA-Gütesiegel wird ausnahmslos von einem externen, vom Schlachthof unabhängigen Kontrollorgan vorgenommen.

Begutachtung der Stempelstellen auf mögliche Manipulation

Ausschluss von Schlachtkörpern mit offensichtlichen visuellen Schlachtkörperfehlern.

Besichtigung

Transport der Schlachtkörperhälften

 Anforderung

 Kontrolle

Einhaltung der österreichischen Hygienebestimmungen i.d.g.F. und verstärkte Überprüfungen

Verstärkte Überprüfungen

Ausreichende Dimensionierung der Kühlaggregate (Raum- und Oberflächentemperatur des Fleisches max. +4°C); Installation eines Temperaturschreibers im Laderaum

Überprüfung der Kern- und Oberflächentemperatur des Fleisches; Kontrollen der Aufzeichnungen des Temperaturschreibers

Aufzeichnungen und Protokollierungen mit spezieller Artikelkennzeichnung

Einsicht in die Aufzeichnungen





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