Schweinehaltung in Österreich

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Bildzeile Schweinehaltung und Mast in Österreich

 

Das sagen die Fakten

In Österreich gibt es knapp 31.000 schweinehaltende Betriebe, in denen rund 3,0 Millionen Schweine gehalten werden. Jährlich werden ca. 5,5 Millionen Schweine geschlachtet. Diese Menge entspricht rund 500.000 Tonnen Schweinefleisch und somit rund 2 % der EU-Gesamt-Schweineerzeugung. In Österreich werden damit jedoch ca. 12,5 % der landwirtschaftlichen Endproduktion aus der Schweinehaltung erwirtschaftet (ca. 675 Millionen Euro).


Vorrangiges Ziel der heimischen Landwirtschaft ist die Eigenversorgung des Marktes mit qualitativ hochwertigem Schweinefleisch. So liegt auch der aktuelle Selbstversorgungsgrad bei  rund 108%.

Fleisch - Qualität 

Was zählt ist die Qualität. Die österreichischen Schweinebauern sind stets um hervorragende Fleischqualität bemüht. So werden Qualitätsparameter wie pH-Wert, Fleischfarbe, Wasserhaltevermögen und intramuskulärer Fettgehalt seit den 80er-Jahren bei der Züchtung berücksichtigt.

Von jeder Rasse das Beste

Die österreichische Schweinezucht ist eine Kreuzungszucht. Dabei werden die positiven Eigenschaften von drei Rassen - Edelschwein, Landrasse und Pietrain - kombiniert. Die Mutterlinien (Edelschwein bzw. Edelschwein x Landrasse) garantieren hohe Fruchtbarkeit, Vitalität und hervorragende Fleischqualität. Gekreuzt mit der Vaterlinie Pietrain ergeben die Mastschweine einerseits für die Landwirte rentable Mastergebnisse und andererseits die von den Verarbeitern und Konsumenten geforderte Fleischqualität.

Hoher Gesundheitsstatus - die Basis der österreichischen Schweinehaltung

Österreich ist weltweit bekannt für den hohen Gesundheitsstatus seiner Nutztierbestände. So werden z.B. im Rahmen der sogenannten “Tiergesundheitsdienste” die gesundheitlichen, hygienischen und wirtschaftlichen Bedingungen in weiten Bereichen der Schweinehaltung ständig optimiert. Dies wurde auch von der EU mit der Zuerkennung des höchsten veterinärhygienischen Status bestätigt. Ständige Kontrollen garantieren dem Konsumenten eine gesicherte Qualität.

Schweinemast vorwiegend im Flach- und Hügelland Österreichs

Ca. 90 % der österreichischen Schweine werden in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark gemästet. Dort begünstigen die Klimaverhältnisse den Maisanbau, der die Futtergrundlage darstellt. Neuerdings gewinnen Traditionsfuttermittel wie Gerste und Roggen an Bedeutung, was auch die Speckproduzenten zu schätzen wissen. Anstelle von Soja wird immer mehr auf heimische Alternativen wie Futtererbse, Raps und Ackerbohnen umgestellt. Für Österreichischs Landwirte ist der Einsatz von chemischen und antibiotischen Leistungsförderern tabu.

Erzeugergemeinschaften für Bauern und Abnehmer

Um beste Qualität auf den Markt zu bringen, nehmen bereits rund ein Drittel der Schweinebauern an Erzeugergemeinschaften teil. Sie akzeptieren somit noch höhere Auflagen für Fütterung, Haltung und Transport als die ohnehin schon strengen Gesetze vorschreiben. Diese Auflagen gehen mit strikten Kontrollen einher.

Fest in bäuerlicher Hand

Aufgrund von gesetzlichen Regelungen ist in Österreich gewährleistet, dass pro Schwein eines Zucht- oder Mastbetriebes eine gesetzlich festgelegte Ackerfläche zur Verfügung steht. Dadurch ist eine umweltschonende, kreislauforientierte Wirtschafsweise gewährleistet. Deshalb ist in Österreich die Schweinehaltung fest in bäuerlicher Hand.