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Bildzeile Geflügelhaltung

 

„Ihrer Hühner waren drei und ein stolzer Hahn dabei."  Witwe Bolte aus Wilhelm Busch

Kleine bäuerliche Familienstrukturen zeichnen die österreichische Geflügelproduktion aus. Diese Kleinstrukturen von durchschnittlich 20.000 Masthühnern oder 6.000 Puten pro Betrieb werden von anderen EU-Ländern um ein Vielfaches übertroffen.

Ein generelles Käfigverbot für die Mastgeflügelproduktion ist österreichischer Standard. Einstreu von Stroh oder Spänen sind bei den am Boden freilaufenden Tieren die Grundvoraussetzung für eine kerngesunde Aufmast.

Eine überwiegende Maisfütterung bewirkt durch den natürlichen Carotingehalt die intensive Gelbfärbung der Haut. Im Gegensatz zu den in Europa weitverbreiteten „weißen" Hühnern bieten österreichische Produzenten die typisch gelben Maishühner an. Ein Indiz für gesunde Fütterung und Herkunft.

Hohe Qualitätsforderungen in der Produktion

In der Geflügelproduktion werden besondere Qualitäten durch eine korngesunde Fütterung erreicht. Dabei wird auf den Einsatz von Antibiotika im Futter und auf Tiermehl generell verzichtet. Nicht nur die gute Fleischqualität ist typisch, sondern auch die bereits erwähnte gelbe Fleischfarbe, welche beim österreichischen Masthuhn durch den hohen Maisanteil in der Fütterung die typische Gelbfärbung der Haut bestimmt. Eine strenge Geflügelhygieneverordnung und die Betreuung durch speziell geschulte Tierärzte garantieren eine durchgehende Tiergesundheit.

Konsumentenwünsche werden erfüllt

Am beliebtesten bei uns Österreichern sind die frohwüchsigen Masthühner mit etwa 1,7 kg Lebendgewicht. Optimal für Grill-, Back- oder Brathühner im Ganzen oder in Teilstücke als Flügerl, Haxerl oder Brustfilet zerlegt. Selbst den höchsten Ansprüchen besonderer Konsumenten wird Rechnung getragen. Garantierte Zertifikate für biologisch oder gentechnikfrei produziertes bzw. im Freiland gehaltenes Geflügel zeichnen die teurer produzierten langsamwachsenden Landrassen aus. Ein sicherer Tipp für besondere Genießer.

Österreichische Geflügelhalter behaupten sich

Im Bereich der Masthühner konnten die Bestände auf Grund der regen Nachfrage ausgeweitet werden. Derzeit werden pro Jahr rund 65,6 Millionen Stück Geflügel in österreichischen Geflügelschlächtereien geschlachtet. Dies entspricht einer österreichischen Geflügelproduktion von  107.000 Tonnen.

Auf Brat- und Backhühner bzw. Hühnerteile entfielen 81%. Das sind rund 81.000 Tonnen des erzeugten Geflügelfleisches. Weitere 18% entfallen auf Puten bzw. Truthühner. Der geringe Rest setzt sich aus Suppenhühnern, Enten und Gänsen zusammen.

Gemessen an der EU-Geflügelfleischproduktion liegt Österreich mit einem Anteil von rund 1% an drittletzter Stelle. Aus diesem Grund wird größtes Augenmerk auf eine konkurrenzfähige Qualitätsproduktion gelegt.