Rinderhaltung in Österreich

Schweinehaltung
Schafhaltung
Geflügelhaltung

 

Bildzeile Rinder auf der Weide

 

Grüne Almen - eine reale Idylle

Österreich verfügt mit rund 1,8 Millionen Hektar Grünland über ein riesiges Grünreservoir. Rund ein Viertel des Landes sind Wiesen, Weiden und Almen. Geringe Bestandesdichten, natürliche und vielfältige Futtergrundlagen, verantwortungsvolle Tierhaltung sowie die Kompetenz unserer Bauern bieten hervorragende Voraussetzungen für exzellente Rindfleischqualität.

Ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor

Insgesamt werden von etwa 82.000 Rinder-Bauern in Österreich knapp 2 Millionen Rinder gehalten. Davon sind rund eine halbe Million Milch- und 270.000 Mutterkühe. Die jährliche Bruttoeigenerzeugung an Rind- und Kalbfleisch beträgt zirka 207.000 Tonnen. Somit hat die Rinderhaltung in Österreich einen wesentlichen wirtschaftlichen Stellenwert. Bei einem Gesamtertrag der landwirtschaftlichen Erzeugnisse von rund 5,4 Milliarden Euro beträgt die Wertschöpfung aus der Rinderhaltung 14 %, also ca. 545 Millionen Euro.

Bedeutende Rinderrassen in Österreich

In Österreich werden hauptsächlich Rinder mit kombinierter Nutzungsrichtung - Milch und Fleisch - gezüchtet. Die mit Abstand bedeutendste Rasse ist das Fleckvieh mit einem Anteil von 81,3 %. Am zweithäufigsten ist das Braunvieh mit 10,0 % anzutreffen, gefolgt von Schwarzbunten (Holstein) mit 2,6 % und den bodenständigen Rassen Pinzgauer mit 2,3 % sowie Grauvieh mit 0,7 %.

Deutlichen Aufschwung erlebte in den letzten Jahren die Züchtung spezieller Fleischrassen wie Angus, Limousin, Charolais und Blonde d‘ Aquitaine (1,1%).

Österreich - ein Rindfleisch-Exportland mit Tradition

Mit rund 566.000 Schlachtrindern pro Jahr hat sich Österreich weit über die Grenzen hinaus als bedeutendes Rindfleisch-Erzeugungsland im Herzen Europas profiliert. Obwohl nur knapp 3 % der europäischen Bruttoeigenerzeugung von Rindfleisch aus der Alpenrepublik stammen, ist Österreich ein international anerkanntes Exportland.

Geprüftes Fleisch von gesunden Rindern

Mit ein Grund dafür ist die ausgezeichnete Tiergesundheit. So ist die Maul- und Klauenseuche seit 1981 in Österreich nicht mehr aufgetreten. Auch kam bislang kein einziger Fall von BSE vor. Strenge Einfuhrbeschränkungen und ein Fütterungsverbot von Tierkörpermehl an Wiederkäuer tragen zur Sicherheit des angebotenen Fleisches bei.

Rinder vom Bauernhof 

Die bäuerlichen Strukturen sind im Bereich der Rinderhaltung insofern wertvoll, als sie den persönlichen Bezug des Bauern zu seinen Tieren gewährleisten. Während im europäischen Durchschnitt rund jedes zweite Rind in Beständen mit mehr als 100 Tieren gehalten wird, sind es in Österreich nur 5,5 %. Durchschnittlich leben in Österreich rund 23 Rinder auf einem Bauernhof, davon 9 Milchkühe.
 

 

Bildzeile Rinderhaltung